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Der Weihnachtsshop mit Volkskunst aus dem Erzgebirge - Unsere Auswahl für Ihr Weihnachtsfest!

In unserem Erzgebirge Weihnachtsshop finden Sie eine große Auswahl an Produkten der traditionellen Volkskunst aus Seiffen, wie zum Beispiel Schwibbögen, Weihnachtspyramiden, Räuchermännchen, Nussknacker, Christbaumschmuck, Adventsleuchter, Weihnachtsfiguren, Spieluhren und vieles mehr. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Stöbern in unserem Sortiment! Benötigen Sie ein individuelles Geschenk oder haben Sie nicht das Produkt Ihrer Wahl gefunden, dann zögern Sie nicht und sprechen Sie uns einfach an. Sie möchten mehr zum Thema Weihnachten und zur Holzkunst aus dem Erzgebirge erfahren.

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Der Weihnachtsshop mit Volkskunst aus dem Erzgebirge - Unsere Auswahl für Ihr Weihnachtsfest!

In unserem Erzgebirge Weihnachtsshop finden Sie eine große Auswahl an Produkten der traditionellen Volkskunst aus Seiffen, wie zum Beispiel Schwibbögen, Weihnachtspyramiden, Räuchermännchen, Nussknacker, Christbaumschmuck, Adventsleuchter, Weihnachtsfiguren, Spieluhren und vieles mehr. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Stöbern in unserem Sortiment! Benötigen Sie ein individuelles Geschenk oder haben Sie nicht das Produkt Ihrer Wahl gefunden, dann zögern Sie nicht und sprechen Sie uns einfach an. Sie möchten mehr zum Thema Weihnachten und zur Holzkunst aus dem Erzgebirge erfahren.

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Weihnachten wird auch Weihnacht, Christfest oder Heiliger Christ genannt und ist das Fest der Geburt Jesus Christus. Als eines der drei Hauptfeste im Kirchenjahr begehen Christen und Nichtchristen dies als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken. Zudem ist Weihnachten das Fest der Liebe, eine Zeit zum Innehalten, in der wir unbeschwerte Stunden im Kreise unserer Familien und Freunden verbringen möchten. Neben Weihnachtsliedern, Gedichten und gutem Essen, das wir gemeinsam mit den Liebsten teilen, gehört auch die festliche Stimmung durch weihnachtliche Dekoration dazu, an der sich Groß und Klein erfreuen.

Die Entstehung der Seiffener Holzkunst - Faszinierende Tradition entspringt ausgeprägtem Erfindergeist

Das, in Sachsen gelegene, Erzgebirge lockt jährlich viele Urlauber aus aller Welt an, die nicht nur durch die wundervollen Wälder streifen und die urige Landschaft genießen, sondern auch die weithin bekannten speziellen Bräuche und Traditionen der Erzgebirgler kennenlernen möchten. In dem zwischen Chemnitz, Leipzig und der sächsischen Landeshauptstadt Dresden gelegenen Mittelgebirge, das sich bis nach Tschechien erstreckt, hat sich insbesondere aufgrund der geografischen Gegebenheiten eine ganz eigene und einzigartige Tradition entwickelt.

Der urtypische Dialekt, die wohlschmeckende Küche und vor allem die berühmte Holz- und Schnitzkunst sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Für diese Tradition des Erzgebirges steht wohl kein anderer Ort so wie Seiffen.

Der kleine Kurort Seiffen, mit seinen etwa 2300 Einwohnern und einer durchschnittlichen Höhenlage von 650m ü.N., liegt quasi auf dem Erzgebirgskamm und lockt als Spielzeugdorf oder Weihnachtsland mit seiner Historie und dem dort immer noch verhafteten Traditionsbewusstsein jährlich Tausende von Besuchern an, die die einmalige typische Erzgebirgische Volkskunst bewundern.

Doch wie ist die berühmte Holzkunst überhaupt entstanden? Welche Traditionen sind damit verbunden? Und welche Rolle spielt der Kurort Seiffen für die erzgebirgische Volkskunst?

Der Bergbau als Ausgangspunkt

Die Besiedlung des stark bewaldeten Landes, das auch Finsterwald oder Miriquidi Silva genannt wurde, begann im 12. Jahrhundert. Während rund um das heute als Freiberg bekannte Gebiet Silbererz gefunden wurde, entdeckte man in Böhmen Zinnerz.

Sabine Ebert, eine sehr erfolgreiche Schriftstellerin aus Freiberg in Sachsen, schreibt in ihren Romanen der Hebammen - Saga (vor allem im Buch „Das Geheimnis der Hebamme“) sehr anschaulich über das deutsche Hochmittelalter und, vor allem, über die Besiedlung des Erzgebirges und den Beginn des Silberbergbaus in Sachsen. Für Fans historischer Romane ist diese Buchreihe sehr empfehlenswert.

Zeitgleich mit der Besiedlung des Erzgebirges entwickelte sich die Holzverarbeitung als ertragreicher Wirtschaftszweig, denn Holz wurde sowohl als Grubenholz im Erzbergbau als auch zur Erbauung von Gebäuden und zur Produktion von Gebrauchsgegenständen wie Möbeln benötigt. Zwei kurfürstliche Holzordnungen aus dem Jahre 1560 und 1588 sind Nachweise über die Tätigkeiten von Holzhandwerkern, die Holzgefäße und Arbeitsgeräte produzierten.

Ferner wurde das Holz des Erzgebirges in den Glashütten des Schwartenberggebietes gebraucht. Manche Glashütten waren von 1200 noch bis ins 19. Jahrhundert hinein in Betrieb und belieferten zeitweise sogar den kurfürstlichen Hof in Dresden zur Zeit des legendären Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen (1670-1733), auch August der Starke genannt. Funde zeigen, dass auch in den Glashütten des Schwartenberggebietes Experimente zur Porzellanherstellung vorgenommen wurden, das als „Weißes Gold“ über den Alchemist Johann Friedrich Böttger zur Erfindung des europäischen Porzellans führte und letztlich zum bekannten Meißner Porzellan.

In den großen Bergbauorten war nahezu jeder Erzgebirgler in bergbaulichen Berufen tätig. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und der Siebenjährige Krieg (1756-1763) brachten die Förderung des Erzes jedoch für lange Zeit zum Erliegen. Ein weiteres Problem für die Konjunktur war, dass nach dem Abbau der erzreichen oberflächennahen Erze im sogenannten Eisernen Hut in immer tiefere Bereiche vorgedrungen werden musste. Das führte dazu, dass mancherorts der Bergbau nicht mehr rentabel war und zur Einstellung des Abbaus führte. Durch die daraus entstandene Arbeitsnot mussten sich die Menschen nach anderen Erwerbstätigkeiten umsehen. Hier zeigte sich, warum die Sachsen heute als „fischelant“ gelten.
Fischelant bedeutet im Volksmund so etwas wie „gewitzt, gewandt und geschäftig“. Denn die natürlichen Gegebenheiten des Klimas ließen keine ertragreiche Landwirtschaft zu. Demgegenüber drängte es sich in der waldreichen Region auf, die Holzverarbeitung zu nutzen. Daraus entwickelten sich schnell neue Produktionszweige, wie die Holzschnitzerei im Westerzgebirge (insbesondere um Schneeberg und Annaberg) und die Holzdrechslerei im mittleren Erzgebirge (rund um Marienberg, Pobershau und Seiffen). Diese Regionen gehören, auch heute noch, zu den populärsten Orten, in denen erzgebirgische Holzkunst hergestellt wird.

Die Not wird zur Tugend: Seiffener Geschichte der Holzkunst

Die Wurzel des Kurortes Seiffen liegt im Zinnbergbau. Im 13. Jahrhundert stießen Zisterzienser aus dem böhmischen Kloster Osek auf eine zinnhaltige Seifenlagerstätte im Bereich des Seiffenbaches und begannen mit dem Abbau des Zinns. Die erste Ansiedlung in Seiffen ist durch einen Lehnsbrief aus dem Jahr 1451 zweifelsfrei belegt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts begann die Zinngewinnung aus dem festen Gestein. Der Bergbau wurde überwiegend von selbstständigen Bergleuten auf eigenes Risiko betrieben. Da der Abbau wenig profitabel war, wuchs der Bergbauort Seiffen nur langsam. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts setzte schließlich ein langsamer Bergbauaufschwung ein und Seiffen wuchs stetig an. 1618, also am Beginn des 30 - jährigen Krieges, betrug die Einwohnerzahl etwa 240 und zwei Jahre später wurde erstmalig eine Schule urkundlich erwähnt.

Durch die wachsende Einwohnerzahl - 1660 waren es schon 380 Personen - stieg der Druck auf dem Arbeitsmarkt, denn nicht alle Seiffener Bürger konnten im Bergbau Lohn und Brot finden. Deshalb begannen damals alle Familienmitglieder eines Bergmanns in ihrer Not Gebrauchsgegenstände, Figuren und Weihnachtsdekoration aus Holz herzustellen. So wurde die Holzverarbeitung der Haupterwerb der Menschen dieser Region. Es entwickelten sich ganz neue Berufsstände. 1650 und 1655 wurden erstmals in Seiffen ansässige Holzdrechsler urkundlich erwähnt, die unter anderem verschiedene Gebrauchsgegenstände für den täglichen Bedarf herstellten.

Bereits frühzeitig wurde auch Spielzeug aus Holz, neben den Gebrauchsgegenständen, in Seiffen hergestellt. Das Holzspielzeug und die hölzernen Gebrauchsgegenstände wurden damals als sog. „Seiffener Ware“ bezeichnet und schließlich ab 1760 über die Handelsplätze Nürnberg und Leipzig europaweit verkauft bzw. ab 1784 sogar nach Übersee exportiert. Die Seiffener Holzprodukte setzten sich sehr schnell auf dem Markt durch und konnten andere Spielzeugzentren, insbesondere wegen der großen Vielfalt des Sortimentes, verdrängen.

Das Holzwarengewerbe wurde 1810 um das Reifendrehen als Fachrichtung der Holzdrechslerei erweitert. Bei diesem Verfahren, das heute nur noch wenige Spielzeugmacher beherrschen, entstehen aus Holzreifen Tiere, die als Spielzeug oder zur Dekoration dienen.

Im Jahr 1868 verdienten 937 von 1.438 Einwohnern ihren Lebensunterhalt allein durch die Spiel- und Holzwarenherstellung, die sich bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum bestimmenden Wirtschaftsfaktor in der Seiffener Region rund um den Schwartenberg entwickelte und Seiffen zum Zentrum der erzgebirgischen Holzkunst machte. Heute ist die Region, um den kleinen Kurort, auch als „Seiffener Spielzeugwinkel“ in aller Welt bekannt.

Holzkunst ist das prägende Element im Spielzeugdorf. Die Produktion und der Verkauf von Volkskunstprodukten ist überall im Ort präsent. Die zahlreichen Volkskunstgeschäfte und Schauwerkstätten machen den Kurort Seiffen einzigartig.

Neben der Erzgebirgischen Volkskunst bietet der Ort aber noch viele andere Sehenswürdigkeiten. Vor allem einen Besuch der Seiffener Kirche, die zwischen 1776 und 1779 in Anlehnung an die Dresdner Frauenkirche, erbaut wurde, sollte sich kein Tourist entgehen lassen. Die Seiffener Kirche wird auch als Motiv für sehr viele Schwibbögen verwendet. Außerdem bieten das Erzgebirgische Spielzeugmuseum und das Erzgebirgische Freilichtmuseum ihren Gästen eine wunderbare Gelegenheit, das alte und das moderne Erzgebirge zu verstehen.

Seiffener Holzkunst – Qualität und Tradition

Die ersten gedrechselten und handbemalten Figuren entstanden somit bereits vor über 300 Jahren. Alle bekannten Produkte, wie der Schwibbogen, der Räuchermann, die Pyramide oder auch Weihnachtspyramide, der Nussknacker und die traditionellen Engel und Bergmann Figuren wurden in der Region zwischen Seiffen und Olbernhau erfunden. Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr Schwibbogenbauer, Schnitzer, Spielzeughersteller, Holzgestalter, Reifendreher, Spanbaumstecher und Drechsler als in Seiffen.

Die Seiffener Holzkunst vereint Tradition und Qualität Made in Germany. In Seiffen befindet sich heute die einzige Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule Deutschlands. Hier werden junge Leute in den handwerklichen Traditionsberufen ausgebildet.
Die Qualität der ausgebildeten Holzgestalter und der Einfallsreichtum der „fischelanten“ Sachsen vereint liebevolle Handarbeit, Hochwertigkeit und jahrelange Erfahrung mit dem Werkstoff Holz als Grundlage für die Fertigung der einzigartigen Seiffener Volkskunstartikel.

Die Herstellung der Volkskunstprodukte erfolgt auch heute noch überwiegend in kleinen und mittelständischen Familien- und Handwerksbetrieben bzw. Werkstätten. Besonders beliebt ist die Herstellung der historischen Figuren von Engel und Bergmann, der imposanten Nussknacker, des qualmenden Räuchermannes sowie der dekorativen Adventsleuchter und schmückenden Pyramiden.
Nestler -  Seiffen.com OHG produziert die eigenen Schwibbögen seit 1996 in einer eigenen kleinen Werkstatt.

Holzkunst in Szene setzen: Traditionelle Feste und festliche Bräuche im Erzgebirge

Die Erzgebirgler sind sehr traditionsverbunden und pflegen alte Sitten und Bräuche. Vor allem in der Weihnachtszeit begeistern sie zahlreiche Besucher mit der Pflege ihres Brauchtums.

In den vielen kleinen Orten des sächsischen Erzgebirges finden sog. Tage des traditionellen Handwerks statt, um die frühen Technologien des Holzhandwerks den Zuschauern vorzuführen und erlebbar zu machen. Hierzu zählen vor allem die Schnitzkunst, das Holzdrechseln, sowie das Reifendrehen.
Ein weiteres traditionelles Handwerk für das das Erzgebirge berühmt ist, ist das Klöppeln. An diesen Tagen können die Besucher die einzelnen Arbeitsprozesse und Entwicklungsschritte an den altertümlichen Maschinen bzw. Klöppelständern verfolgen und bestaunen. Es ist für Groß und Klein ein besonderes Erlebnis, dem Handwerker bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen.

Ferner sind die Weihnachtsbräuche des Erzgebirges in aller Welt bekannt und locken daher jedes Jahr zahlreiche Besucher ins Erzgebirge. In der Advents- und Weihnachtszeit leuchten in fast allen Fenstern im Erzgebirge die Schwibbögen, Engel und Bergmänner. Die Häuser und Wohnungen werden mit traditionellem Weihnachtsschmuck, wie z.B. Räuchermännchen, Nussknacker und natürlich den wunderschönen mehrstöckigen Weihnachtspyramiden, sowie den kleinen erzgebirgischen Figuren geschmückt.  In den vielen kleinen Orten des sächsischen Erzgebirges finden jedes Jahr Weihnachtsmärkte statt, so auch in Seiffen, das sich in der Adventszeit in das Weihnachtsland verwandelt.

Ein besonders schöner Brauch sind die traditionellen Bergparaden, die jedes Jahr in verschiedenen Orten in der Vorweihnachtszeit stattfinden. Mit diesem Brauch wird auf lebendige Art und Weise an die sächsische Bergmannsgeschichte erinnert. Die Bergparaden begeistern Jahr für Jahr tausende Besucher, genauso wie der Seiffener Lichterzug auf Bergbaupfaden.
Auch im Alltag ist der Bergbau im Erzgebirge noch präsent, schließlich befindet sich ganz in der Nähe in Freiberg mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg die älteste montanwissenschaftliche Universität der Welt.

Insbesondere an Heiligabend darf natürlich ein Besuch in der Seiffener Kirche bzw. Bergkirche Seiffen, wie es richtig heißt, nicht fehlen. Als Wahrzeichen des Ortes ist dies wohl das am häufigsten in Holz dargestellte Kirchenhaus der Welt. Sobald nach der Messe die Turmbläser spielen, fehlt anschließend nur noch das berühmte Festessen zur Abrundung eines vergnüglichen Weihnachtstages. Im Erzgebirge, und somit auch in Seiffen, ist es Brauch, dass am Weihnachtsabend das typisch erzgebirgische Neunerlei oder Neinerlaa aufgetragen wird, um auch im neuen Jahr viel Glück und Segen zu erfahren.

Vom Räuchermann zum Schwibbogen: Die Erzgebirgische Volkskunst

Die Volkskunst des Erzgebirges umfasst viele verschiedene Ausdrucksformen des Kunstschaffens, wie die Herstellung von Figuren, Skulpturen und Bildern, aber auch die Volksdichtung und -literatur, sowie das erzgebirgische Liedgut. An dieser Stelle muss unbedingt der erzgebirgische Volksdichter und Erfinder der Liedpostkarte Anton Günther erwähnt werden. Das Erzgebirge beansprucht, das größte geschlossene Volkskunstgebiet in Deutschland zu sein. Die „Erzgebirgische Volkskunst“ ist eine eingetragene Wortmarke des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller.

Die nachfolgenden Produkte aus Holz gehören besonders zur Erzgebirgischen Volkskunst:

    Nussknacker aus Holz
    Spieldosen, Spieluhren
    Raum-, Tafel-, Tisch- und Wandschmuck und Dioramen
    erzgebirgische Pyramiden (Weihnachtspyramiden)
    Dekorationsfiguren (Weihnachtskrippen)
    Räucherfiguren, Räucherdosen, Räucherhäuschen, Räuchermänner   
    Osterschmuck aus Holz (Osterfiguren, Ostereier und Osterglocken aus Holz)
    Geburtstagszahlen, Geburtstagsfiguren
    Leuchterspinnen aus Holz
    Schwibbogen und Kerzenhalter
    gedrehte Holzteile für kunstgewerbliche Arbeiten
    Spielzeug aus Holz, Stroh oder textilen Werkstoffen, auch in Kombination
    Christbaumschmuck aus Holz, Stroh oder Metallen, auch in Kombination
    erzgebirgischer Weihnachtsschmuck (Glocken und Geläute für Christbäume)
    Engel und Weihnachtsengel
    Engel und Bergmann
    Lichterhäuser
    Adventsleuchter
    handgeschnitzte Holzfiguren

Ein kleines Resümee…

Das Erzgebirge fasziniert nicht umsonst so viele Besucher: Der Abbau des Silber- und Zinnerzes ab dem 12. Jahrhundert prägte die Region im Süden Sachsens kulturell und historisch. Es entwickelten sich Sitten und Bräuche, die bis heute nicht nur an Feiertagen Menschen zusammenbringen. Die aus dem Zweiterwerb der Bergleute entstandene Herstellung der erzgebirgischen Volkskunst ist auch heute noch das wirtschaftliche Standbein der Region und das Alleinstellungsmerkmal des Erzgebirges.

Vor allem der Kurort Seiffen gehört mit seiner Tradition, seinen Spielwaren und seiner Holzkunst zu den bekanntesten touristischen Ausflugszielen in Sachsen. Die Seiffener Holzkunst ist durch die Verknüpfung von Herstellung, Tradition, Geschichte und Innovation eines der bedeutendsten Kulturgüter Deutschlands, deren Erhalt mit einer Kandidatur zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge angestrebt wird.

 

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