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Was ist eine Kurrende – Die singenden Kinder zur Weihnachtszeit

Als erstes was sagt die Begriffsdefinition: Der Begriff Kurrende stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „laufen“, also „Laufchor“.

Entstehung und Geschichte

Bereits im 16. Jahrhundert entstand der Gedanke durch das gemeinsame Singen von Kindern zu Anlässen wie Weihnachten, Beisetzungen oder Gottesdiensten. Die gesammelten Gelder kamen den bedürftigen Kurrendesänger zu Gute. Martin Luther gilt dabei als eines der Vorbilder, da auch er während seiner Schulzeit in Magdeburg und Eisenach „singend an den Türen“ sein Brot erwarb.

Um 1935 wurde durch den Seiffner Einwohner Max Schanz die sogenannte „Urkurrende“ erschaffen. Es handelt sich dabei um 4 Sänger mit einem Liederbuch in den Händen, einen Sternträger, 2 Spanbäume und 3 Satteldachhäuser.

Verbindung zum Erzgebirge und zur Weihnachtszeit

Noch heute ist es vor allem im Erzgebirge Tradition und Brauch den singenden Kindern eine kleine Spende zu übergeben, wenn diese in der Weihnachtszeit vor den Türen der Menschen ihre Weisen erklingen lassen. Bekleidet mit schwarzen Mänteln und flachen Hüten ziehen sie von Haus zu Haus und verbreiten weihnachtliche Atmosphäre. Schon von weitem hört und sieht man den kleinen Chor mit ihren wunderbaren Gesängen und den leuchtenden Laternen.

Die Kurrende in der Erzgebirgischen Volkskunst

Die Figuren sind sehr häufig in der Erzgebirgischen Volkskunst anzutreffen und sind markantes Merkmal für im Raum Seiffen gefertigte Holzspielwaren. Sie werden entweder gedrechselt oder geschnitzt und variieren in der Größe zwischen 5 und 30 cm. In ihren zarten Händen halten sie das Liederbuch, einen Stern am Stab oder die Mettenlaterne. Dabei findet man die Sänger in vielen verschiedenen Varianten. Ob als Gruppe, welche individuell aufstellbar ist, als besonderer Schmuck vor einem Lichterhaus wie der „Seiffner Kirche“, auf wunderschönen Pyramiden, bezaubernden Spieldosen oder leuchtenden Schwibbögen.

 

 

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